Samstag, 6. Dezember 2008

Bevor ichs vergesse...

Ach, natuerlich habe ich auch wieder Bilder ins Web-Album hinzugefuegt, damit man sich das Beschriebene vielleicht etwas besser vorstellen kann.
Hier nochmal die Adresse: http://picasaweb.google.com/Hannah.Kuhn

Von Ushuaia bis Puerto Montt

Halli Hallo,
lang lang ists her...Entschuldigt diese lange Pause, ich war ein wenig faul. Hatte aber uach nicht so viel Zeit- aaaalso, wo faengt man da an? Wo ich aufgehoert habe, in Ushuaia.
Da haben wir uns ein Busticket gekauft, um von Feuerland runter zu fahren, zum naechsten Nationalpark namens Torres del Paine, der schon in Chile liegt. Wir sind dann ca. 16 Stunden mit dem Bus (und Faehre, um Feuerland zu verlassen) nach Puerto Natales gefahren, ein Ort im Sueden Chiles. Von ort aus sind wir direkt am naechsten Morgen in den hier sehr bekannten Nationalpark Torres del Paine gefahren. Das war ein halbes Desaster. Einen Teil unserer Sachen konnte iwr in der Jugendherberge lassen, also mussten wir unsere Rucksaecke umpacken. Ausserdem mussten wir in den Supermarkt (es war Sonntag, also hatte nur einer auf...) um uns mit Lebensmittellaeden fuer die bevorstehende 6taegige Tour einzudecken. Irgendwie hatten wir uns in der Zeit verschaetzt und waren dann superknapp dran - das bedeutet in Zahlen, dass wir um viertel nach 2 in dem sonntaeglich leergefegten Ort jede mit 2 Lebensmitteltueten in der Hand rungerannt sind, um Gaskartuschen fuer den Campingkocher zu finden. Der Bus fuhr aber um halb 3 ab und es hatte weit und breit kein Geschaeft fuer Campingausruestung geoeffnet. Ich hatte mich shcon halb verlaufen und kam zufaellig an der Bushaltestelle vorbei, wo man in einem Touriladen auch GAskartuschen kaufen konnte. Da habe ich dann natuerlich total ueberteuert (die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben) Gas gekauft. Draussen kam mir der Busfahrer entgegen und meinte ihc solle endlich einsteigen. Leider waren Anna und unsere Rucksaecke noch in der Jugenherberge... Also nett gelaechelt, gefragt ob er nicht bitte bitte noch warten koenne, was er konnte, aber nur grummelnd, ud zur Jugendherberge geflitzt. Wir kamen dann rennend mit unseren Rucksaecken und essenvorraeten beim Bus mit natuerlich scon alufendem Motor und gereiztem Busfahrer an - aber: geschafft.
Die naechsten 6 Tage verbrachten wir in diesem wunderschoenen NAtionalpark mit wandern und Zelten. Wir hatten eine W-foermige Tour geplant, die auch am Grey-Gletscher vorbei fuehrte. Wir sind jeden Tag so ca. 6-8 Stunden gewandert, mit Ausnahme von 2 Tagen, an denen wir es langsam angehen lassen haben.
Ich war die ersten 2 Tage total geschafft, vor allem weil wir immer diese doofe Rucksaecke dabei hatten (ausser an Tagen). Aber danach ging es gut und hat tierisch Spass gemacht, ich habe es sehr genossen. man kommt sehr gut zur Ruhe beim Wandern und vor allem war natuerlich auch die Aussicht im Prinzip die ganze Zeit sehr besonders. So richtig Menschenleer war der Park nicht, man ist vielen anderen Touristen begegnet, vor allem an den Zeltplaetzen dann abends. War aber auch ganz nett. Nach den 6 Tagen war ich dann aber auhc das Tuetenessen (bzw. Nudeln) satt.
Wir haben einen Bus zurueck nach Puerto Natales genommen und sind von dort aus dann 2Tage spaeter weiter nach Puerto Montt, wo ich jetzt gerade bin. Das war auch wieder mal ein etwas chaotischer Aufbruch. Der Bus fuhr naemlich um viertel vor 7 morgens los und da ich die Nacht davor nicht so viel geschlafen hatte, habe ich auch leider den Wecker nicht gehoert und erst um halb 7 aufgewacht. Anna war zwar schon wach, hatte aber auch nicht auf die Uhr geschaut. Also haben wir schnell unsere Sachen zusammengeklaubt und sind losgerannt, mal wieder. Das Problem war nur, dass wir nur ein Busticket fuer den Weg nach Punta Arenas (ca. 3 Stunden weg) hatten, wo wirumstigen mussten. Da am Tag zuvor, als wir das Ticket gekauft haben, die Maschine nicht funktioniert hatte, sollten wir morgens vor der Abfahrt im Buero noch unser Ticket fuer den Weg nach Puerto Montt abholen. Da wir aber so spaet kamen, war mal wiede die Situation, dass der Busfahrer und grade noch so mitgenommen hat (der BUs war schon angefahren, hat aber fuer uns nochmal angehalten...) und war nicht dazu zu bewegen den Moment, den wir brauchten um ins Buero zu gehen, zu warten. Wir sind also so in den Bus gestiegen, weil der KOntrolleur sagte, das waere kein Problem, er koenne im Buero anrufen. Ich bin im Bus sofort eingeschlafen,w eil ich noch so muede war. Als Anna mich dann ca. zweieinhalb Stunden spaeter weckte waren wir auf einer Strasse in der Mitte von nirgendwo und der KOntrolleur bedeutet uns auszusteigen. Halb verschlafen und leicht verbluefft versuchte ich ihm dann klar zu machen, dass wir in Punta Arenas (der naechsten Stadt) umsteigen mussten und nicht irgendwo im Flachland (man konnte in alle Richtungen bis zum Horizont gucken, ernsthaft!). Vor Allem hatten wir ja nicht mal die Tickets. Er meinte aber, hier wuerde der Bus aus Punta Arenas uns abholen und die wuessten auch Bescheid wegen den Tickets. Einerseits misstrauisch und verwirrt, andererseits total uebermuedet haben wir ihm dann geglaubt, mit den Schultern gezuckt und sind als einzige Passagiere ausgestiegen. Aber wir hatten natuerlich keine Alternative auf LAger und was sollten wir anderes machen als die Schultern zucken und abwarten was passiert (meiner Erfahrung hier meistens besser als rumzudiskutieren oder das System infrage zu stellen). Wir sassen dann erst mal an irgendeiner endlos erscheinenden Strasse im Sueden Chiles, ohne Tickets, ohne eine Idee wo genau wir waren und ohne eine Ahnung wann der Bus kommen wuerde (angeblich in 10 Minuten). Zum Glueck hatten wir ausreichend Fruehstuecksproviant dabei. Also erst mal die Brote ausgepackt und abgewartet, die Situation war irgendwie viel zu absurd um sich aufzuregen oder sich die ganze Zeit Sorgen zu machen.
Nach etwa einer Stunde kam dann auch wirklich der Bus, sogar ein Doppeldeckerbus und nach dem wir dem Busfahrer einige Male erklaert hatten, wie das mit unseren Tickets gelaufen war, erinnerte er sich auch, dass er eine Kopie der Tickets dabei hatte (...). Da waren wir natuerlich erleichtert, leider folgte aber die schlimmste Busfahrt alle Zeiten. Zum einen waren wir 36 Stunden unterwegs, zum anderen ging die Klimaanlage nicht und das Fenster klemmte und es wurde heisser und heisser. WIr sassen natuerlich direkt neben dem Klo ganz hinten, wo die wenigste frische Luft und der intensivste Klogeruch waren. Da der Bus so hoch war, war es leider auch sehr schaukelig und nach einigen Metern war uns, vor allem aber Anna speiuebel. Die amerikanischen Action-Filme, die non-stop (Ton ueber Lautsprecher ) verbesserten die Situation nicht gerade. Aber auch das ging vorbei und wir kamen in der Stadt Puerto Montt an, die uns leidernicht sofort vom Hocker riss, eher heruntergekommen, und wir innerhalb der ersten halben Stunde von mehreren Leuten (inklusive Polizisten) darauf hingewiesen wurden, wie kriminell es hier ist. Das wussten wir zwar schon vorher, aber trotzdem ist es dann nochmal mehr ein beklemmendes Gefuehl. Also haben wir uns schnurstracks eine Unterkunft gesucht.
Hier in der NAehe haben Bekannte von Annas Eltern, Biologen, eine Art privaten NAtionalpark, wo sie die Pflanzen, die anscheinend sehr einzigartig sind, schuetzen und auch untersuchen. Dort konnten wir 2 Tage bleiben. Wir haben dorthineinen Bus genommen, einen ganz kleinen undnur fuer eine halbe Stunde. Das Haus und das ganze Grundstueck waren einfach traumhaft, ein kleines Paradies und ganz in der Naehe vom Meer. Im Gegensatz zum noch recht frischen Sueden ist es hier jetzt sehr warm, um die 30 Grad. Hier soll es sehr viel regnen aber mit dem Wetter haben wir totales Gleuck, die Sonne scheint die ganze Zeit.
Wir haben dort jedenfalls Anna Corcuera kennen gelernt, eine ca. 60 jaehrige Dame, die einen sehr gestandenen Eindruck machte und total nett war. Mit ihr haben wir die anderthalb Tage verbracht, ihr Mann ist momentan in Concepción, wo sie beide eigentlich leben und arbeiten. Dort haben wir uns den Wald, fast wie ein Regenwald nur eben nicht tropisch, angeschaut und die Ruhe und die Sonne genossen. Heute sind wir wieder heir in Puerto Montt und fahren spaeter weiter in einen kleinen nahegelegenen Ort namens Puerto Varas, der an einem See liegt. Da schlagen wir dann noch fuer 2-3 Naechte unser Zelt auf, bevor es endgueltig gen Norden und damit schon Richtung Deutschland geht. Wir fahren noch NAch Temuco in den naechsten Tagen, wieder zu Javieras Familie und von dort aus weiter nach Norden, bis wir dann in Santiago landen, von wo aus ich dann "schon" wieder den Heimweg antrete. Einerseits freue ich mich und denke mir es wird auch langsam Zeit, andererseits scheint mir das alles noch sehr weit weg und ich habe das Gefuehl ich koennte noch eine Weile so weiter leben. Vor allem hat man das Gefuehl, nie genug Zeit zu haben, um alles zu sehen. Aber so ist das im Leben nunmal, den Anspruch darf ich gar nicht haben...
Also, mal wieder meinen Bericht auf den aktuellen Stand gebracht.
Viele liebe Gruesse und jetzt schon bis bald,
Hannah

Montag, 17. November 2008

Am Ende der Welt

Hier nur ein kurzer Eintrag, ein kleines Update.
Nach den letzten zwar anstrengenden aber wunderschoenen und intensiven Tagen in Buenos Aires bin ich nun in Ushuaia angekommen, der suedlichsten Stadt der Welt.
Buenos Aires hat bei mir definitiv einen bleibenden Eindruck hinterlassen und ich muss irgendwann nochmal dahin, zumal ich es irgendwie nicht geschafft habe, mir eine professionelle Tango-Show anzusehen. Dafuer habe ich dort aber eine Tangostunde genommen, bei einer einzigen lernt man natuerlich nicht so viel, aber es hat tierisch Spass gemacht und war ne gute Kostprobe sage ich mal. Anna und ich hatten jedenfalls eine exzellente Lehrerin.
Meinen Gebrutstag habe ich dort ja auch verbracht, nicht gross spektakulaer- wenn man davon absieht dass ich in Buenos Aires war. Wir haben abends zu viert reingefeiert mit Schokotorte aus der BAeckerei an der Ecke (einfach fantastisch, nur reingehen und riechen war schon ein Vergnuegen) und billigem aber erstaunlich gutem argentinischen Rotwein. Am Geburtstag selbst waren wir dann abends noch gut essen, das war auch schoen. Wir sind dann noch 2 mal umgesogen, dsa eine Hostel erschien uns sehr nett, entpuppte sich dann aber leider als total verschimmelt - vor allem der Schimmelfleck in der Kueche war unter der Toleranzgrenze. Das 3. Hostel, in dem wir dann bis zum Schluss waren, war aber perfekt. Es war sehr bunt und total gemuetlich, gehoerte 2 jungen etwas ausgeflippten Argentiniern und abends sass unten immer ein gemischtes Grueppchen von Leuten jedweder Nationalitaet um den Tisch. Was mir am Besten in Buenos Aires gefallen hat, war der Antiquitaetenmarkt auf der Plaza Corrego (-> Bilder), der dort jeden Sonntag Stadt findet. Da war viel los, Tango, Kunsthandwerker usw. Aber wie gesagt, es war auch anstrengend, weil ich so viele Eindruecke wie moeglich mitnehmen wollte.
Anna und ich sind dann Samstag morgen zum Flughafen und ab in den Sueden, den kalten Sueden (strange irgendwie). Hier haben wir uns entschieden zu zelten, einerseits weil es billig ist aber hauptsaechlich, weil man so am meisten von dieser Umgebung mitbekommt, die wirklich beeindruckend ist.
Heute morgen z. B. bin ich um 6 Uhr aufgewacht, grade zum Sonnenaufgang und auf dem Weg zum Klo bot sich mir der sagenhafteste Anblick. Die orange angestrahlten Berge, zu ihren Fuessen das Meer (der Beagle-Kanal) und davor die Lichter der noch schlafenden Stadt Ushuaia.
Jetzt geht es fuer uns in den Parque Nacional Tierra del Fuego, wo man schoen wandern und ebenfalls zelten kann. Muessen uns noch mit ausreichend Nudeln und Tuetensuppe eindecken. Bald mehr!
Viele Liebe Gruesse,
Hannah

Sonntag, 9. November 2008

Webalbum

Hallo,
ich habe inzwischen ein Webalbum gemacht. Das Problem ist, dass die Internetverbindung fast immer zu langsam ist, um Bilder hochzuladen. Die Bilder sind warhscheinlich zu gross. Ein paar habe ich trotzdem hochgeladen, hier der Link:
http://picasaweb.google.com/Hannah.Kuhn
Ich hoffe man kann sie angucken.

Samstag, 8. November 2008

Buenos Aires

So,jetzt binich also in Buenos Aires, ein Ort, an den ich schon laenger unbedingt hinwollte.
Die Zeit in Chile war sehr schoen, bei JAvi in Santigao hab ich mich gut aufgehoben gefueht. Sie hatte teilweise viel fuer die Uni zu tun, weswegen ich oefter auch allein unterwegs war und mir die Stadt angeschaut habe, die mich ehrlich gesagt nicht vom Hocker gerissen hat, aber auch ncht schlecht ist, es gibt auch viele schoene Ecken und einen tollen Park.
Wir Sind ein Wochenende zu ihrer Familie nach Temuco gefahren, das ist ca. 700 km suedlich von Santiago.
Der Vater und ihre Schwester Isidora kamen einen Tag vorhher nach Santiago gefahren, um fuer die Schwester, die dieses JAhr ihr Abitur macht, ein Abschlussballkleid zu finden. Das bedeuteten 2 Tage hardcore-shoppen, wo ich nur eineinhalb Tage anwesend war, was aber genug war. Ich kenne inzwivchen jede Mall und jeden Klamottenaden Santiagos. Fuendig geworden sind iwr leider nicht, also wird Isi mit ihrer Mutter nochmal losziehen, so wie ich das verstanden habe. Wir sind sogar noch zur Automobilmesse gegangen, die da grade in Santiago war. Wir Ihr sicher wisst, sind Autos nicht gerade mein primaeres Interessengebiet, ich wollte die Einladung (nach 8 stunden inder Stadt rumlaufen) aber auch nicht ausschlagen,also haben wir uns noch viele glaenzende, neue Autos und knapp bekleidete Maedels, die daneben sassen, angeschaut. Nachts sind wir dann nach Temuco gefahren, wo wirmorgens um 7 ankamen und sehr herzlich von Javis Mutter begruesst wurden.Das Haus war echt gemuetlich, nicht sehr gross aber auch nicht so klein, einfach gemuetlich eben. Abends kam auch die Verwandtschaft, die meistenwohnen dort sehr inder naehe und die Essen oft zusasmmen abend. Alle haben gesagt, sie woltenmich unbedingt kennen lernen, sie hatten ja shcon vonmir und meiner Familie gehoert, als Javi in Deutschladn war. man hatte das Gefuehl, die ganze Familie, inklusive tanten, Onkel und Cousins/Cousinen, gleichermassen am Leben teilnehmen wie Mutter und Vater. Sie haben also alle mitgefiebert und Geschichten gehoert als javi in Deutschland war, das wurde alles beim Essen besprochen. Jede Tante kommentiert auch Javis Exfreund und auf welcher Party Isidora heute abdend ist usw. Eine Cousine von Javi ist im 4. Monat schanger, also wurden nach dem Essen die Ultraschallbilder in versammelter Runde auf dem Coimputer angeschaut und besprochen. Alle freuen sich auf das Kind als waere es ihr eigenes. Die Familie ist also gross und trotzdem total eng zusammen, alle wissen alles uebereinander und es gibt nicht so die Tabuthemen nach dem Motto "das geht nur uns was an".Irgendwie war man auch gleich integriert, als haetten sie mich auch schon vor 15 Jahren ueber den Teppich krabbeln sehen,wie alle ihre Nichten und Neffen.
Ach, nicht zu vergessen das Essen, das war auch spitzemnaessig. Jede Mahlzeit uebrigens, und aufs Essen wurde auch viel Zeit verwendet. Das hatmir gut gefallen.
Abends sind wir meistens feiern gewesen, da es ein alnges Wochenende war, waren ast alle von Javis ehemaligen Schulkameraden, auch ihre beiden Mitbewohnerinnen, in Temuco, mit denen haben wir dann was unternommen. Am Wochende waren wir an einem See, in Licanray, wo sie ihre Ferienhaus haben, und haben dort eine Nacht verbracht. Das war total schoen, ein wirklich wunderschoener See,wo sie ihrMotorboot haben, und ein kleiner (noch) ruhiger Ferienort. Um den See herum sind auch Vulkane, auf denen man Schifahren kann, die um diese Jahreszeit noch schneebdeckt waren- beeindruckend.
Mit dem bus sind wir ueber ANcht zurueck nach Santiago, wo wirmorgens mit Rucksack und taschen bepackt in der Metro in die Rush Hour gekommen sind- so was hab ich noch nicht erlebt. Der Weg vom busterminal zur Wohnung hat ungefaher 2 Stunden gedauert. (Normal eine halbe)
Mittwoch morgen bin ich dann weiter, 22 Stunden mit dem bus nach Buenos Aires. Auf der Fahrt habe ich 2 nette Studenten kennen gelernt, die hier in B.A. leben und mir fuer Notfaelle oder was auch immer ihre Nummer gegeben haben, das fand ich nett. Ist ja immer gut so eine Adresse zu haben. HIer im Hostel kam dann spaeter Anna an, mit der zusammen ich die Reise von hier aus fortsetze.
Bis jetzt sind wir 2 Tage eigentlich nur rumgelaufen, haben dieMujeres de Plaza de Mayo gesehen - eine Gruppe von aelteren damen, die ihre Soehne in der Diktatur verloren haben und seit 32 Jahren jeden Donnertag auf dem hauptplatz von B.A. demonstrieren und danach eine rede halten. Das war sehr beeindruckend, zumal alle mindestens 65 Jahre alt waren und es wirklich heiss war. Ich glaueb man kann sie als politisch extrem links bezeichnen, die USA moegen sie glaub ich nicht so gerne (ging aus der Rede hervor). Ansonsten habe ihc nochnicht so viel gesehen, ein bisschen Tango aber doch schon - das find ich wirklich sehenswert,muss ich unbedingtnochmal abends wohin. GEstern abend sind wirnoch tanzen gegangen, B.A. ist ja beruehtm-beruechtig fuer das Nachtleben. Es ist ueberraschen dsicher, auch anchts herumzulaufen.So richtig los geht es erst gegen 2 Uhr.Wir sind hier um hab 2 los und standen ca. eine viertelstunde an, um drinnen dann einen halb leeren, auf alt gemachten, dreistoeckigen Club vorzufinden. Richtig rund ging es erst um 3 und als wir um 5 gehen wollten, schauten uns die Argentinier, mit denen wir ins Gespraech gekommen waren, nur verbluefft und unglaeubig an. Also schon ein anderer Rhytmus.
So,computer lang genug besetzt.
Bis bald,
Liebe Gruesse!
P.S. die Tastatur funktioniert hier nur so halb, also entschuldigt die 1000 schreibfehler.

Freitag, 24. Oktober 2008




Der crazy Hund namens Macho. Hab noch nie einen Hund gesehen, der so komisch sitzt.




Die kleine Celeste beim Essen. Absolute Fleischfanatikerin.



Die Misswahl in der Schule, Tiziana (hier auf dem Bild) wurde zur Reina (=Koenigin) gewaehlt. Die Kleinen ganz gross. Komische Veranstaltung, genauso komisch wie ihre Begleitung.




...dann beim Essen.



Ich beim "schaelen" einer Kokosnuss.

von La Paz bis Santiago

Soo, inzwischen bin ich schon wieder an der naechsten Station meiner Reise angelangt, in Santiago de Chile.
Die Tage in La Paz waren schoen,a ber auch anstrengend, eine sehr volle, laute Stadt. AUsser nachts wir ich festgestellt habe. Da war dann (unter der Woche) auf einmal gar nichts mehr los, man hat sich gefuehtl als haette jemand auf stumm gestellt, oder wie in einem Dorf, in dem man nur noch ein paar Hunde bellen hoert. Fast unheimlich. ANsonsten jedoch eine sehr lebendige Stadt. Sobald man ein paar Schritte bergauf geht is tman ausser Atem...
NAchts sieht man eine erstaunliche aussicht, tausende Lichter - auch das Lichtermeer genannt.
Uebers Wochenende sind wir an den Titicacasee gefahren, der liegt etwa 3 Stunden Busfahrt von La Paz entfernt und die Fahrt hat auch nur 1,50 euro gekostet. Die Fahrt und schliesslich der See waren wirklich beeindruckend. Eine Weite und Schoenheit irgendwie.
Der Ort in dem wir waren, Copacabana (was ich immer als was ganz anderes im Kopf hatte), ist sehr touristisch und abseits der einzigen Touristenmeile auch etwas aermlich. Nichtsdestotrotz strahlt der See eine ganz besondere Ruhe aus. Sonntag sind wir zur Isla del SOl gefahren, angeblich der Ursprung der Inka und deren Mythos zufolge der Geburtsort der Sonne. Die Insel ist relativ klein, nur etwa 10 km lang und 4 km breit. Man kann ganz vom Norden in den Sueden wandern, das haben wir auch gemzcht und einen klitzekleinen Sonnenbrand abgekriegt. Einerseits war auch dies ein beeindruckendes Fleckchen Erde, sehr ruhig und friedlich, beeindruckend zu sehen. Andererseits haben die BEwohner der Insel genau das als Goldgrube entdeckt und man fuehlt sich beinah wie ein gerupftes Huhn am Ende des Tages, weil man an jeder Ecke nochmal irgendeine "Touristengebuehr" zahlen muss - womit es dann doch nicht ganz so ruhig und friedlich ist. Davon darf man sich aber nicht so beeindrucken lassen, sondern eher die Natur im Auge behalten.
Zurueck in La Paz hatten wir nur noch eineinhalb Tage.
Den Montag Abend sind wir auf die Plaza de Murillo, der Platz vor den Regierungsgebaeuden. Da war es rammelvoll von Bolivianern, die gerne die neue Verfassung haetten. Um ehrlich zu sein kann ich die politischen Geschehnisse heir nicht so korrekt beschreiben, aber die Stimmung war schon mitreissend. Es ging jedenfalls darum, dass ein GEsetz verabschiedet werden sollte, dass ein Datum festlegt, an dem ueber die neue Verfassung abgestimmt wird. Dazu haben der Regierung 20 Stimmen der Opposition gefehlt. Um auf diese Druck auszuueben oder jedenfalls um seiner Meinung Luft zu machen sind Befuerworter des ganzen Landes nach La Paz marschiert, einige kamen ganz aus dem OSten. Das war natuerlich mehrheitlich indigene Bevoelkerung, eher aermlich. Es war also eine Menschenmenge, aus der wehende Bolivien- und Inkaflaggen hervorragten. Eine Buehne war auch aufgestellta uf der im Wechsel Reden gehalten wurden die alle mit Viva Evo MOrales, Viva Bolivia, Viva la unidad(im gegnsatz zur autonomie der einzelnen departamentos) etc. endeten und traditionelle Taenze getanzt wurden. Da bekamen wir sogar den Praesidenten Evo Morales zu gesicht, der hat auch getanzt (aber nicht geredet). Er gibt sich jedenfalls sehr volksnah, ist relativ locker angezogen (also nicht im anzug, tanzt, und wird mit Hermano (=Bruder) angesprochen.
Danach hat es uns noch in eine Kneipe verschlagen in der nicht mehr viel los war. Ein Bolivianer hat uns dann noch eine Runde Bier ausgegeben (wir waren noch mti einem Schweizer und einem Norweger unterwegs), das bier ist wirklich gut, falls ich das noch nciht erwaehnt ahbe, und uns auf der Gitarre Oasis vorgespielt.
Der letzte La PAz Tag war irgendwie stressig und ich hatte das Gefuehl ich konnte nciht mehr alles erledigen,w asich noch erledigen bzw. sehen wollte.
Mittwoch bin ich dann um 6.00 morgens zum Busterminal und von dort aus mit dem Bus nach Santiago, eine Fahrt von 36 Stunden. Viel billiger als fliegen und man sieht auch viel mehr. Ausserdem hab ich ja Zeit im Moment. Leider musste ich an der Grenze bei den Bolivianern 25 US $ bezahlen, weil ich - aus Versehen- 12 Tage illegal in Bolivien war (pro tag 2$ und die haben aufgreundet). Ich dachte die 3 von 30 tage aufenthaltserlaubnis waere eine 9. War aber nicht schlimm. In chile wurden dann 4 mal (!!) unsere Taschen kontrolliert, einmal mitten in der NAcht. Ansonsten konnte man gut schlafen und vor allem die herrliche Aussicht bewundern. Am chilenischen Grenzuebergang liegt der hoechste See der Welt, auf ca. 400 metern, inklusive Flamingos und Bergen im Hintergrund - wirklich schoen. Wir sind auch durch die trockenste Wueste der Welt gekommen und die meiste Zeit an der Kueste entlang, von der Chile ja reichlich hat, irgendwie immer gradeaus eben. GEstern abend bin ich dann gesund und munter hier in Santiago angekommen, womich JAviera abgeholt hat.
Hier bleibe ich erst mal einige Tage, naechste WOche Mittwoch fahren wir zu ihrer Familie nach Temuco.
Bis Bald, viele Gruesse, Hannah

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Hallo.
Inzwischen bin ich in La Paz.
Eine ganz andere Welt, kalt, duenne Luft (ist auf 3600m) und viel los.
So richtig kann ich es nicht beurteilen, ich bin erst gestern abend angekommen.
Nachdem wir aus San Borja zurueck kamen, die Fiesta war uebrigens auch nicht sooo spektakulaer, sie soll wohl auch in anderen Jahren besser gewesen sein, war ich nur noch einen Tag in Reyes. Hab alle meine Sachen gewaschen - per Hand, was wirklich anstrengend ist. Hat den halben Tag gedauert und gepackt und sind ein letztes Mal abends essen gegangen mit Paola und Doña Gloria, die anderen waren noch etwas laenger in San Borja geblieben. Am naechsten Morgen, Dienstag, habe ich dann einfach gepackt und wir sind nachmittags los. Paco und Yuyi kamen grade aus San Borja an, der Abschied von ihnen war sehr unspektakulaer, ja machs gut, alles klar, ciao-ciao. Doña Gloria war etwas traurig, dass ich schon gefahren bin, weil sie auch dachte ich wuerde noch viel laenger bleiben. Das hat mich sehr geruehrt, auch wenn ich jetzt nie so vie mit ihre zu tun hatte. Paola hat uns, Basti udn mich, zum Terminal gebracht, von wo aus wir dann ein Taxi nach Rurrenabaque genommen haben. Von ihr fand ich es sehr schade mich zu verabschieden, weil ich zu ihr irgendwie einen Draht hatte, anders als zu den Anderen.
In Rurre habenw ir eine NAcht im Hotel geschlafen. Dort ist es viel touristischer, u.a. dadurcha uch viel lebendiger. Daher hat mir Rurre auch viel besser gefallen als Reyes, das irgendwie trist ist. In Rurre haben wir dann noch was mit demdeutschen Freiwilligen unternommen, der dort arbeitet. Trotz absolut drueckender, schwueler Hitze haben wir ne kleine Wanderung gemacht, auf einen Huegel - fast untertraeglich heiss. Ein bisschen last-minute sind wir dann zum Flugzeug gekommen, mittwoch nachmittag, mit dem wir nach La Paz geflogen sind. Im FLugzeug bzw. kurz nach dem Aussteigen isnd wir mit 2 Deutschen Frauen ins Gespraech gekommen, eine von ihnen zu Besuch und eine von ihnen seit 20 Jahren in La Paz. Eins kam zum andren und wir haben uns das TAxi geteilt, dann haben sie uns noch kurz auf einen Tee eingeladen, der ein Abendessen war (mit Tee) und dann haben wir noh so lange geschwaetzt, dass sie uns angeboten hat, dort zu uebernachten. Ihre Kinder studieren grade ion Deutschland und der Mann ist fuer die Vereinten Nationen in Vietnam fuer 2 Jahre. Sie hatten also genug Platz. Total nett waren die und es war richtig gemuetlich. Ich hatte etwas Kopfschmerzen und Uebelkeit wegen der Hoehe, war heute morgen aber schon besser. Das Bett war total gemuetlich und ich habe so gut geschlafen wie noch nie hier in Bolivien. Irgendwie war es auch angnenehm in diesem sehr deutsch iengerichteten - wenna uch schlichten - Haus zu sein. Man hat sich irgendwie etws heimisch gefuehlt. Auch war es ganz interessant, die Sicht auf die Dinge hier von einer deutschern Frau zu hoeren, die nun schon so lange hier lebt. Heute morgen gabs sogar Muffins zum Fruehstueck...
So, jetzt machen wir uns mal auf den Weg, ein Hotel zu suchen. Und La Paz kennen zu lernen.
Bis Bald,
viele Liebe Gruesse, Hannah

Donnerstag, 9. Oktober 2008

In San Borja

so, neues gibts.
Momentan bin ich nicht mehr in Reyes, sondern in San Borja, einer kleinen Stadt ebenfalls im Departamento Beni. Hier habe ich einen Link zu einer Karte von Beni, man kann es nicht perfekt erkennen, aber man sieht Reyes (noerdlich von Rurrenabaque) und weiter suedwestlich liegt San Borja. Ich weiss nicht genau die Entfernung, Luftlinie ist es nicht so weit, aber man sieht auch, dass die Strasse einen grossen Umweg macht, es geht da ueber ein Dorf namens Yucume und der Weg sind etwa 150 Kilometer.

http://www.amazoniabeni.com.bo/uploads_1573/beni/mapa/Mapa_del_Beni_1.jpg

Wir sind mit einem Minibus gefahren, ein kleiner Bus eben, in den etwa 8-9 Leute passen. Die Fahrt war ziemlich anstrengend, es war total heiss und nicht viel Platz. Die Strasse ist nicht asphaltiert und damit es ein wenig kuehlt, hatten wir natuerlich das Fenster offen, durch das dann aber der aufgewirbelte Staub von vorbeifahrenden Autos reinkommt und weil man sowieso geschwitzt ist klebts danns choen auf der Haut. Es holpert auch viel und alles in allem (mit Reifenpanne und Mittagsessenspause) hat die Fahrt 7 Stunden gedauert. Gefahren bin ich mit Yuyi und Paola und der kleinen Celeste, die alle hier urspruenglich aus dem Ort kommen: Hier wohnen wir bei der Familie, um die Fiesta von San Borja anzuschauen. JEdes Dorf / Stadt hat hier seine eigene Fiesta und das ist immer ne Riesengaudi, alle auf der Strasse mit viel Tanzen und Musik soweit ich das mitbekommen habe.
Basti, Paco und Tiziana (die mussten ja noch arbeiten bzw. in die Schule) sind dann vorgestern nachgekommen. Heute abend faengt die Fiesta an, auf der Plaza, also so der Hauptplatz in der Mitte eines jeden Dorfes, da stehen so Baenke und viele Baeume, sitzen immer Leute, wird dann Musik gespielt und aussenrum getanzt.
Die Woche, die ich hier ganz allein war, war einerseits ganz gut, ich habe die LEute besser kennen gelernt als wenn BAsti dabei war und war auch mehr auf mein SPanisch angewiesen, hab also mehr selber gesprochen. Andererseits war es auch schwierig, weil ich mich oft nicht recht aeussern konnte, meine Meinung sagen, vor allem wenn mir etwas nicht so gut gefallen hat (z.B. war ich absolut uebermuedet, wir waren bis 1 Uhr nachts auf so ner Veranstaltung, ein staedtischer GEsangswettbewerb, der mir jetzt auch nicht so gut gefallen hat, dann wollten alle noch unbedingt in eine Karaoke-Bar. Das hat nichts mit den Spanisch-Kuensten zu tun, sondern man kann dann einfach schlecht sagen, Nein, keine Lust, ich will schlafen, weil das bedeuten wuerde, dass einer mich nach Hause bringen muss und da bleiben (Haus rel. ausserhalb und allein etwas unheimlich). Also was mir schwer gefallen ist ode rnoch faellt, ist diese Abhaengigket. SanBOrja ist etwas groesser als Reyes, auch etwas gefaherlicher. Unser Haus, also von Yuyis Familie das alte Haus, ist eben etwas ausserhalb und da kann man nicht alleine abends hinlaufen oder allein uebernachten, ist zu gefaehrlich. Also musste ich immer dabei bleiben, bis Yuyi auch gehen wollte, und wir sind jeden Abend irgendwo tanzen gegangen.
Einen abend hat es richtig spass gemacht, wir haben tatsaechlich viel getanztm ich hab schon ein bisschen so di taenze gelernt, MErengue, Samba und Lambada. Und CUmbia glaueb ich noch. Jedenfalls hats mri da wirklich spass gemacht. Aber jeden Abend weggehen ist auch anstrengend, vor allem weil es meistens nicht so toll ist, man sitzt um einen Tisch rum, kann sich nicht unterhalten weil die Musik viel zu laut ist (die holen alles aus dem Boxen raus was geht) und dann wird nur Bier getrunken bis zum umfallen. Die Musik ist auch immer die gleiche, und aussenrum haengen dann noch Fernseher in denen irgendwas laeuft, meistens entweder komische halbpornographische Musikvideos oder Misswahlen. (!?)
Naja, generell ist es heir eine interessante Erfahrung, aber ich freue mich wirklich, wenn die Reise jetzt (Ende naechster Woche)weiter nach La Paz und von dort aus nach Chile geht; so richtig lieb gewonnen habe ich das Leben in Bolivien nicht.
Irgendwie habe ich auch gemerkt, dass ich mit den Menschen nicht so warm geworden bin. Liegt vielleicht auch einfach an meiner Haltung, dass ich nciht offen genug bin und mich zusehr beeinflussen lasse von meiner "deutschen" Meinung den Dingen gegenueber, aber es muss einem ja auch nicht ueberall gefallen.
Vorgestern zum Beispiel waren wir auf der Plaza tanzen, das hat auch irgendwie schon zur Fiesta gehoert. Um 5 uhr wollte ich dann gehen, war muede, woltle nicht mehr tanzen und fast alle, die an unserem Tisch sassen waren schon betrunken, irgendwie eine komische Atmosphaere. Die wollten dann aber bis 8 uhr morgens da sitzen bleiben, wollten mich nicht zum Haus fahren, wo wir wohnen und laufen konnte ich natuerlich auch nicht. Also habe ich mich dann bei Paolas Familie, deren Haus relativ nah ist, in die Haengematte gelegt.
Irgendwie sit danna ls ich weg war wohl die Stimmung gekippt und Yuyi hat sich mit ihrem Mann gestritten, weswegen sie dan ganzen naechsten Tag in dem Haus ausserhalb war, wo auch meine Sachen sind. WIr haben sie dann abends verpasst, ihr Mann und sie waren abends mit den Kindern dann auch in der Stadt, sind aber nicht zu unserem Treffpunkt gekommen. Heute soltle das Kind eignentlich getaufdt werden, ist aber irgendwie kurzfristig flach gefallen. Ich dachte, wir fahren mit ihnen dann zusammen zum Haus abends, schliesslich ist da auch unser Bett. Die sind aber dann davpon ausgegangen wir schalfen wieder bei Paola, weil sie ihre Ruhe haben wollten. Ich hatte aber immer noch vom vorabend die Klamotten an und kein Waschzeug und wollte mich einfach mal umziehen, tagsueber konnten wir ja aber nicht zum Haus. Irgendwie sind die dann einfach ohne uns bescheid zu sagen zum Haus zurueck gefahren und haben sich ins Bett gelegt. Wir haben dann also spaeter ein TAxi dorthin genommen, einfach dass ich mich auch zum schlafen umziehen konnte und dass man mal einen Moment Ruhe hat (in dem andren Haus ist imemr Rambazamba, da wohnen 7 Leute momentan in 2 Raeumen). Man hat gemerkt, dass es ihnen nciht so recht war, dass wir dann gekommen sind, aber sie hatten und auch nicht bescheid gesagt oder mir ne andere Moeglichkeit gegeben mir ein paar Sachen zu holen.
HEute wollten wir dann zusammen Mittagessen. Sie sind mti dem Motorrad gefahren, wir gelaufen. Als wir dann ankamen, gab es keinen Platz fuer uns. Wir haben uns dann einen Stuhl organisiert, aber irgendwie wollten sie auch ncith so richtig dass wir uns an den Tisch dazu setzen, geschweige denn irhe kleine Tochter auf den Schoss nehmen, damit wir uns Beide setzen konnten. Ein anderer Tisch wurde in dem Moment frei, in einem anderen Raum dieses Restaurants, auf den haben sie uns dann, ein Auge immer auf dem Fernsehschirm, der einen stets verfolgt, verwiesen.
Da sind wir dann gegangen.
Irgendwie schade. Auch wenn das jetzt nur so 2 Kleinigkeiten sind, woltle ich die mal ausfuehrlicher erzaehlen, weil das vielelicht zeigt, warum ich mich hier nicht so richtig wohl fuehele, es ist irgendwie ein komischer Umgang. Manchmal fuehle ich mich etwas fehl am Platze und man kann Sachen nie besprechen oder sich auf Absprachen verlassen (z.B. Mittagessen zusammen, anscheinend wollten sie dann doch nicht mit uns essen).
Ich habe aber auch shcon viele andere, sehr offene Menschen getroffen: Paolas (und Pacos) Familie zum Beispiel. Die haben insgesamt 7 Kinder, von denen momentan (mit Paola) 4 bei ihnen wohnen. da ist also imemr was los, was anstrengend sein kann, aber da herrscht irgendiwe eine gute Atosphaere. Die sind immer total aufmerksam und man fuehlt sich irgendwie willkommen. Die Freundin von Paolas Bruder ist auch ei ne Person, die ich als sehr herzlich kennen gelernt habe, sie hat mich gleich anch 2 Tagen zum Mittagessen zu sich eingeladen, die Mutter hat gut gekocht und sich gefreut,d ass ich gekommen bin. Eine total nette Familie.
Aber man merkt doch immer wieder, dass die Bolivianer irgendwie auf andere Dinge im Leben wert legen.
Ich hoffe, ich kontne ein bisschen rueberbringen, wie es mir heir so erging und bald schreib ich wieder mehr, hoffentlich enthousiastischer.
Bilder kommen dann noch.
Viele Liebe Gruesse,
Hannah

Freitag, 19. September 2008


Und zu guter letzt das Haus, in dem alle leben. ganz rechts vorne ist Bastis Zimmer.


Da wo gegessen und gesessen iwrd (links das Haeuschen ist eine Art Pension, Doña Gloria kocht immer Riesentoepfe voll und bietet ein sog. Almuerzo (=Mittagsmenu) an, fuer 10 Bolivianos (1 Euro), da kommen dann immer Leute aus dem Dorf zum Mittag essen.



Das Wohnzimmer.

Die "Oma", Doña Gloria. Macht auch irgendwas zu essen - kocht gut aber deftig.


Mariana, die Freundin, die mit ihrer Tochter hier wohnt, beim Reis kochen in der Kueche (Kueche eher rustikal).


Celeste, die Kleine. Die hat immer so suesse Kleidchen an, an dem Tag was gehaekeltes. Hat sich aber nicht fotogen genug gefuehlt :) Dauernd weggerannt.


Bastis Familie - wo ich auch gerade wohne. Sehr gastfreundlich und sehr nett. Von links nach rechts: Yuyi, Paco, daenische Kusine, Paola (schwester von Paco), Marcello (Freund von Paola, glaub ich jedenfalls), Basti,und das wars schon.


Jugend von Reyes.


Wobei ich jetzt auch nicht die Romantik der Daemmerung zerstoeren will.

Abends. In der Daemmerung scheint mir dieLuft immer etwas dunstig - ich glaube ziemlich viele Leute verbrennen zu der Zeit ihren Muell.


"Ja zur Autonomie" - politische Statements wo man geht und steht. Hier ist man generell fuer die Autonomie dieses Departamentos (heisst Beni)


Strasse/Gebaeude in Reyes


Ananasssssss (Aber nur so Faustgross)


Das Hotel, in dem ich in den ersten Tagen gewohnt habe.


Strassenblockade auf dem Weg von Rurrenabaque nach Reyes (siehe UNICEF-Zelte...)



Besagte Propellermaschine auf Graslandebahn.



die riesigen Anden...



In der Propellermaschine ins Tiefland, nach Rurrenabaque.


das war der ausblick, die bergkette hinter/ um La Paz und dieses riesige Kreuz.
das untere sind javi und ich in einem Cafe.
Dadrunter, mit den vielen Haeusern ist einmal el alto von oben und danach La Paz von einem Ausblick etwas oberhalb der Stadt.








Also das war in Santiago de Chile.

Dienstag, 16. September 2008

Ankunft und Reyes

Inzwischen bin ich shcon seit Donnerstag, den 11.09. in Reyes, dem kleinen Dorf ind em Basti arbeitet.
Die Reise von Frankfurt nach Reyes, meinem eigentlichen Ziel hat damit 4 Tage gedauert. Ich bin ueber Madrid mach Santiado geflogen, wo ich einen Tag Aufenthalt hatte. Den habe ich mit Javiera verbracht, die in Santiago studiert. Sie hat vorletztes Jahr im Rahmen eines Austauschprogramms von ihrer Schule 3 Moabnte bei uns gewohnt. In Santiago war es ueberraschend kalt (uebrraschend fuer mich weil ich nciht darueber anchgedacht habe dass dort ja noch Winter bzw. Fruehlingsanfang ist).
Bei ihr habe ich mich jedenfalls sehr willkommen gefuehjlt, war echt nett, als haette man sih nach jahrelanger Freundschaft nur mal 2 Wochen nicht gesehen - absolut gastfreundlich und irgendwie unkompliziert.
Von dort aus bin ich dann weiter nach La Paz geflogen wo ich beinah buchstaeblich aus den Latschen gekippt bin weil die Luft einfach superduenn ist da (ist auf 3600 m)und man sofort irrsinniges ehrzklopfen bekommt. Muss man sich erst mal dran gewoehnen. In der Stadt an sich war ich nocht nicht, nur ein paar Stunden in El Alto, einer Art Satellitenstadt die sich auf diesem Plateau um La Paz, das quasi in einem Kessel umringt von Bergen liegt, angesiedelt hat. Die Aussicht von dort aus war fantastisch un derschreckend zugleich, von so einer Perspektive habe ich noch nie eine so riesige Stadt gesehen. So groß ist sie jetzt auch nicht, aber erschien mir so.
Also Basti hat mich dort gjedenflals abgeholt und wir sind von dort aus mit einer Propellermaschine ins Tiefland geflogen, nach Rurrenabaque. Von dort aus kamen wir nicht mehr weg, da das Flugzeug aus irgendeinem Grund 2 Stunden spaeter geflogen ist und wir dann zu spaet fuer ein Taxi waren - die fahren in der Dunkelheit nicht mehr. Außerdem konnten wir nicht wirklich weg, weil die Strasse von dort aus nach Reyes blockiert war. Wir sind dann eine NAcht dort geblieben in einem Hotel ( 4.50€ /Person mit Fruehstueck) und am naechsten Tag los nach Reyes. Die Strasensperre war von den Viehzuechtern organisiert (kann man so nciht sagen sagt Basti) als jedenfalls von denen die die Unabhaengigkeit dieses Bundeslandes genannt Departamiento (ich bin hier in Beni) wollen. Das war aber ganz friedlich, die sassen da unter UNICEF Zelten (keine Ahnung wo die die her hatten) und haben zu Mittag gegessen. Wir isnd mit einem Taxi zur Sperre gefahren, um sie herum gelaufen und mit einem anderen Taxi dann weiter gefahren.
Hier im Dorf haben wir dnan 4 tage in einem Hitel geschlafen, war ganz gut so zum Ankommen, das war naemlich realtiv luxurioes, warme Dusche, richtiges Klo, Fruehstuck etc. Aber auf die Dauer auch nicht billig, wobeiim Vergleich natuerlich ein Schnaeppchen - nur eben nicht fuer 6 Wochen.
Seit gestern wohnen wir jedenfalls bei der Familie, bei der BAsti wohnt. Die wohnen in einem relativ primitiven Haus, schon mit Elektrizitaet aber vieles halt einfacher als man es gewohnt ist. Kein fliessend Wasser sondern Duschen mit Eimer. Es gibt eine Elektrische Pumpe, die Wasser aus 25m Tiefe foerdert, das kann man auch trinken.
Das Klo ist ein Plumpsklo, daran habe ich mi ch noch nciht so ganz gewoehnt. Was mir auch zu schaffen macht sind die 1000 Viecher die ueberall krabbeln, hier haengen Spinnen rum, das ist unglaublich. Einfach viel zu groß.
Aber was eigentlich zaehlt ist ja, dass die familie total nett ist. Sie besteht aus der Oma, Dona Gloria (erst 43 Jahre), den Eltern PAco und Yuyi (31 und 24) und den Kindern Tiziana (7) und Celeste (2) - ziemlich suess beide. Ausserdem wohnen hier noch andere Leute, mit mir sind wir insgesamt 13, 3 Arbeiter aus dem Saegewerk in dem auch Paco arbeitet und noch eine Freundin mit ihrer Tocher. Es ist also so gut wie nie ruhig, was ich mir auf die Dauer anstregend vorstelle Faszineirend finde ich aber, wie alle miteinander klarkommen. Man hat dort quasi keine Privatsphaere und ich glaube in Deutschland wuerde man sich ueber kurz oder lang auf die Nerven gehenn. Aber die sind das hier so gewohnt.
Die Oma kuemmert isch jedenfalls sehr gut um mich und inzwischen fuehle ich mich ganz wohl. Anfangs hab eich mich so fremd gefuehlt, manchmal einfach unwohl, aber ich denke das ist normal. Schliesslich ist man ja auch erst einmal fremd.
Achso, von den Unruhen aht man heir uebrigens wenig mitbekommen. In diesem Dorf ist man relativ isoliert. Im Nachbardorf (Rurrenabaque) wurde aber das Parteibuero der Regierungspartei (von Evo Morales) gepluendert und ausgebrannt. Aber selbst davons oll man dort nur wenig mitbekommen haben. Uns betreffen eigentlich nur die Strassenblockaden, die den Transport einschraenken und so weniger hier ankommt (Benzin, Essen). Die sind inzwischen aber aufgehoben und die Lage scheint sich zu beruhigen - hoffe ich mal dass sich das stabilisiert.
So, das wars fuers erste. Bilder hab eich auch schon ein paar gemacht, die kommen noch. Viele Gruesse,
Hannah

Freitag, 5. September 2008

Servus.

So, ich habe es auch geschaft mir einen Blog zu erstellen.

Hier werd ich demnächst, so bald ich Gelegenheit dazu bekomme, Bilder von meiner Reise hochladen. So bekommt Ihr auch etwas davon mit, was ich so treibe/ wie es dort aussieht.
Über Emails und anderweitige Nachrichten freu ich mich natürlich sehr.
Aber ein Blog ist schon praktisch glaub ich.

Liebe Grüße, Hannah