Dienstag, 16. September 2008

Ankunft und Reyes

Inzwischen bin ich shcon seit Donnerstag, den 11.09. in Reyes, dem kleinen Dorf ind em Basti arbeitet.
Die Reise von Frankfurt nach Reyes, meinem eigentlichen Ziel hat damit 4 Tage gedauert. Ich bin ueber Madrid mach Santiado geflogen, wo ich einen Tag Aufenthalt hatte. Den habe ich mit Javiera verbracht, die in Santiago studiert. Sie hat vorletztes Jahr im Rahmen eines Austauschprogramms von ihrer Schule 3 Moabnte bei uns gewohnt. In Santiago war es ueberraschend kalt (uebrraschend fuer mich weil ich nciht darueber anchgedacht habe dass dort ja noch Winter bzw. Fruehlingsanfang ist).
Bei ihr habe ich mich jedenfalls sehr willkommen gefuehjlt, war echt nett, als haette man sih nach jahrelanger Freundschaft nur mal 2 Wochen nicht gesehen - absolut gastfreundlich und irgendwie unkompliziert.
Von dort aus bin ich dann weiter nach La Paz geflogen wo ich beinah buchstaeblich aus den Latschen gekippt bin weil die Luft einfach superduenn ist da (ist auf 3600 m)und man sofort irrsinniges ehrzklopfen bekommt. Muss man sich erst mal dran gewoehnen. In der Stadt an sich war ich nocht nicht, nur ein paar Stunden in El Alto, einer Art Satellitenstadt die sich auf diesem Plateau um La Paz, das quasi in einem Kessel umringt von Bergen liegt, angesiedelt hat. Die Aussicht von dort aus war fantastisch un derschreckend zugleich, von so einer Perspektive habe ich noch nie eine so riesige Stadt gesehen. So groß ist sie jetzt auch nicht, aber erschien mir so.
Also Basti hat mich dort gjedenflals abgeholt und wir sind von dort aus mit einer Propellermaschine ins Tiefland geflogen, nach Rurrenabaque. Von dort aus kamen wir nicht mehr weg, da das Flugzeug aus irgendeinem Grund 2 Stunden spaeter geflogen ist und wir dann zu spaet fuer ein Taxi waren - die fahren in der Dunkelheit nicht mehr. Außerdem konnten wir nicht wirklich weg, weil die Strasse von dort aus nach Reyes blockiert war. Wir sind dann eine NAcht dort geblieben in einem Hotel ( 4.50€ /Person mit Fruehstueck) und am naechsten Tag los nach Reyes. Die Strasensperre war von den Viehzuechtern organisiert (kann man so nciht sagen sagt Basti) als jedenfalls von denen die die Unabhaengigkeit dieses Bundeslandes genannt Departamiento (ich bin hier in Beni) wollen. Das war aber ganz friedlich, die sassen da unter UNICEF Zelten (keine Ahnung wo die die her hatten) und haben zu Mittag gegessen. Wir isnd mit einem Taxi zur Sperre gefahren, um sie herum gelaufen und mit einem anderen Taxi dann weiter gefahren.
Hier im Dorf haben wir dnan 4 tage in einem Hitel geschlafen, war ganz gut so zum Ankommen, das war naemlich realtiv luxurioes, warme Dusche, richtiges Klo, Fruehstuck etc. Aber auf die Dauer auch nicht billig, wobeiim Vergleich natuerlich ein Schnaeppchen - nur eben nicht fuer 6 Wochen.
Seit gestern wohnen wir jedenfalls bei der Familie, bei der BAsti wohnt. Die wohnen in einem relativ primitiven Haus, schon mit Elektrizitaet aber vieles halt einfacher als man es gewohnt ist. Kein fliessend Wasser sondern Duschen mit Eimer. Es gibt eine Elektrische Pumpe, die Wasser aus 25m Tiefe foerdert, das kann man auch trinken.
Das Klo ist ein Plumpsklo, daran habe ich mi ch noch nciht so ganz gewoehnt. Was mir auch zu schaffen macht sind die 1000 Viecher die ueberall krabbeln, hier haengen Spinnen rum, das ist unglaublich. Einfach viel zu groß.
Aber was eigentlich zaehlt ist ja, dass die familie total nett ist. Sie besteht aus der Oma, Dona Gloria (erst 43 Jahre), den Eltern PAco und Yuyi (31 und 24) und den Kindern Tiziana (7) und Celeste (2) - ziemlich suess beide. Ausserdem wohnen hier noch andere Leute, mit mir sind wir insgesamt 13, 3 Arbeiter aus dem Saegewerk in dem auch Paco arbeitet und noch eine Freundin mit ihrer Tocher. Es ist also so gut wie nie ruhig, was ich mir auf die Dauer anstregend vorstelle Faszineirend finde ich aber, wie alle miteinander klarkommen. Man hat dort quasi keine Privatsphaere und ich glaube in Deutschland wuerde man sich ueber kurz oder lang auf die Nerven gehenn. Aber die sind das hier so gewohnt.
Die Oma kuemmert isch jedenfalls sehr gut um mich und inzwischen fuehle ich mich ganz wohl. Anfangs hab eich mich so fremd gefuehlt, manchmal einfach unwohl, aber ich denke das ist normal. Schliesslich ist man ja auch erst einmal fremd.
Achso, von den Unruhen aht man heir uebrigens wenig mitbekommen. In diesem Dorf ist man relativ isoliert. Im Nachbardorf (Rurrenabaque) wurde aber das Parteibuero der Regierungspartei (von Evo Morales) gepluendert und ausgebrannt. Aber selbst davons oll man dort nur wenig mitbekommen haben. Uns betreffen eigentlich nur die Strassenblockaden, die den Transport einschraenken und so weniger hier ankommt (Benzin, Essen). Die sind inzwischen aber aufgehoben und die Lage scheint sich zu beruhigen - hoffe ich mal dass sich das stabilisiert.
So, das wars fuers erste. Bilder hab eich auch schon ein paar gemacht, die kommen noch. Viele Gruesse,
Hannah

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo liebe Hannah,
das hört sich ja schon sehr spannend an! Bin schon auf deine nächsten Berichte gespannt.
Viele Grüße
Christopher

Servus hat gesagt…

Hey Hannah,
klingt ja in der Tat recht abenteuerlich deine Reise :) Wie läufts denn mit dem Spanisch? No problemo? Man kriegt ja direkt fernweh, wenn man die Bilder sieht..aber du bist halt ne famose Fotografin!! Also.. ich werd mich morgen mit dem Oktoberfest trösten :)
Gruß Thomas